Fürstlicher Rollen-Wechsel

VBC half bei der Weinlese mit

So luxuriös reisen die Lese-Helfer normaler Weise nicht: Mit dem Busshuttle vom Del Fabro-Parkplatz weg (danke, Rafael Topf!) steuerte die VBC das Weingut Esterházy vor den Toren Eisenstadts an. Kathrin Wambacher und Mag. Gerald Rouschal begrüßten die 29 Gäste gleich einmal mit einem „Esterházy on ice“, dem sommerlichen Mix aus Holunder-Frizzante, Limette und Minze. Doch die Drinks waren nur der Auftakt zur Arbeit im Weingarten. Mit herrlichem Blick auf Rust und den Neusiedler See wurde in der gerade noch zu St. Margarethen gehörenden Riede Lama der Chardonnay geerntet. „Bisher habe ich nur über Wein gelesen“, scherzte Erich Wassicek als die Lesekisten und Rebscheren ausgegeben wurden.

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Auf die VBC-Mitglieder wartete ein schönes Stück Weingarten-Arbeit, zwei Lesekisten mussten jeweils befüllt werden, was nach anfänglichem Scherzen schnell zur ernsten Aufgabe wurde. Immerhin sollten die Weißweintrauben nicht nur abgezwickt, sondern auch von Blättern und jenen von der Edelfäule Botrytis cinerea befallenen Trauben befreit werden. Das fertige Ergebnis – der Chardonnay Lama 2011 – und die Grammel-Pogatscherl waren der Lohn für die Weingarten-Helfer. Die letzte Winzerromantik war dann dahin, als die Ausbeute in Flaschen umgerechnet wurde: Gerade einmal 300 ergab der einstündige Einsatz des gesamten Teams.

VBC – die Bar-Schwergewichte
Technischen Einblick in das mit 75 Hektar Wein für heimische Verhältnisse große Weingut, lieferte der Rundgang, bei dem man sich auch von „seinen“ Trauben verabschieden konnte, die gleich aufs Sortierband kamen. „Sauberer gearbeitet wie viele Lesehelfer“, lobte Gastgeber Rouschal. Dass ausgerechnet die Brückenwaage die VBC so faszinieren würde, war zwar nicht abzusehen, ergab aber gleich ein munteres Schätzspiel. Seither wissen wir also auch, dass die Schwergewichte der Wiener Barszene gemeinsam 2.690 Kilogramm wiegen (ehe jetzt wer den Taschenrechner zückt: Wir nahmen das Esterházy-Team mit dazu). Auch ohne Jigger bewies Mario Matusch das beste (Bar-)Maß und durfte sich als Schätzsieger über eine Magnum Rotwein freuen.

 Schwein auf Wein – das rat‘ ich Dir!
Bei der Verkostung der Weine – von der trinkanimierenden Estoras-Serie bis zum edlen Flaggschiff, der Cuvée Tesoro – wurden dann auch die Detailfragen erörtert. Dass in Trausdorf momentan 70% Rotwein (vor allem Blaufränkisch und Merlot) verarbeitet wird und Korken rund sechs Mal so teuer sind wie der konsumentenfreundliche Schraubverschluss erläuterte Mag. Rouschal ebenso wie das weitere Schicksal der VBC-geernteten Trauben: „Die kommen in den weissen Leithaberg DAC 2013“. Zum Ausklang lockte neben dem freien Verkosten der Esterházy-Weine auch das von Franz Steiner-Bernscherer in der Zwischenzeit gegrillte Spanferkel. Plötzlich schien jeder einen Hund zuhause zu haben, bis auf das letzte „Doggybag“ verschwanden die wenigen Reste des Schweinderls in der Alufolie. Und natürlich klimperte auch so manche Flasche Esterházy im Gepäcknetz des Busses, als es wieder zurück nach Wien ging.

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